Alumni-Management

Berufsportrait: Innovationsscout an der CAU - Über Patente, autonome Fahrzeuge und Wissenstransfer

Karsten Pankratz ist Innovationsscout an der CAU. Was genau man in diesem Beruf eigentlich macht und an welchen spannenden Projekten er im Moment arbeitet, erzählt er im Alumni-Blog hier weiterlesen.

Zunächst einmal zum Berufsbild: Was genau macht eigentlich ein Innovationsscout an der CAU?
Die Beschäftigung von Innovationsscouts an der CAU ist eine relativ junge Entwicklung. Es wurden hierfür vor zwei Jahren zwei Stellen im Bereich Technologietransfer der Uni neu geschaffen. Innovationsscouts sollen die Zusammenarbeit der Universität mit Unternehmen und Institutionen forcieren, gerade im regionalen Bereich. Sie sind dabei Ansprechpartner und Berater bei der Vermarktung von Ideen und Konzepten. An der CAU spielen sie in der Zusammenarbeit auf technischem Gebiet mit Unternehmen eine besonders wichtige Rolle, da diese traditionell eher in Richtung Fachhochschulen ausgerichtet ist. Die Uni kann hier jedoch mit ihrer umfassenden fachlichen Aufstellung über acht Fakultäten punkten, da Zukunftsthemen hier mit einer wissenschaftlichen Breite von Jura über Technik bis hin zu Philosophie betrachtet werden können. So wird sie dem Anspruch gerecht, eine gesamtgesellschaftliche Entwicklung voranzutreiben.

Neben der Bewirtschaftung von Patenten gehört auch die Koordination von Kooperationsprojekten zu unserem Aufgabengebiet. Ein Beispiel hierfür ist das Projekt „Innovationsnetzwerk Autonomes Fahren im ländlichen Raum“, ein großes Projekt in Schleswig-Holstein, an dem die CAU aktiv beteiligt ist. Hierauf aufbauend ist das Projekt „CAPTinKiel“ (Clean Autonomous Public Transport in Kiel) entstanden, welches die Entwicklung eines zukunftsfähigen ÖPNV in Form von autonomer Schifffahrt und autonomen Bussen zum Ziel hat.

Wie wird man Innovationsscout?
Bei der Besetzung der Stellen an der CAU wurden die Innovationsscouts so ausgewählt, dass sie in dem Bereich schon viel Erfahrung mitbringen und sich ein entsprechendes Netzwerk aufgebaut haben. Berufserfahrungen sammeln kann man hierfür beispielsweise als Betriebswirt oder auch Jurist in Wirtschaftsberatungsunternehmen und Wirtschaftsförderungseinrichtungen. Es ist jedoch auch ein Einstieg als Quereinsteiger möglich, ich selbst bin als Naturwissenschaftler mehr zufällig vor zwanzig Jahren in diesem Bereich gelandet. Inzwischen gibt es auch Studiengänge und Module zum Innovationsmanagement an einigen Hochschulen.

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?
Ein Projekt wie „CAPTinKiel“ erfordert viel Koordinationsaufwand und häufige Telefonate. Aktuell organisiere ich beispielsweise die Ausstellung eines autonomen Busses auf dem Uni-Campus im Rahmen der „Digitalen Woche Kiel 2018“.

Was macht dir besonders Spaß an deinem Beruf, was motiviert dich?
Die Vielseitigkeit. Ich habe die Möglichkeit, ganz viele neue Sachen kennenzulernen, das motiviert mich total. Genauso das steigende Interesse der Unternehmen, noch mehr mit der Wissenschaft zusammenzuarbeiten, das freut mich sehr.

Danke an Karsten für seine Zeit und die Einblicke in seinen Berufsalltag!

Text: Hannah Hinzmann