Alumni-Management

Alumni im Fokus: Mirja Lena Brosche (Senior Human Resources Manager, OTTO) über No-Gos in Bewerbungsschreiben, interessante Lebensläufe und wichtige Soft Skills im Berufsleben

Welche Kompetenzen werden in der Arbeitswelt immer wichtiger? Was macht einen interessanten Lebenslauf aus? Und was sollte man im Bewerbungsschreiben unbedingt vermeiden? CAU-Alumna Mirja Lena Brosche, Senior Human Resources Manager bei OTTO, im Kurzinterview: hier weiterlesen

Was können Studierende schon während des Studiums tun, um den Übergang ins Berufsleben erfolgreich zu meistern?

Netzwerken und interessante Kontakte auch pflegen. Außerdem würde ich zusätzliche (Seminar-) Angebote wahrnehmen, die vielleicht nichts mit dem eigenen Studium zu tun haben, aber auf Soft Skills, agile Methoden oder IT-Fähigkeiten abzielen. Neugierig und umtriebig sein, Dinge ausprobieren – auch wenn man vielleicht mal scheitert.

Welche Soft Skills und Kompetenzen werden in der Arbeitswelt aktuell immer wichtiger?

Neben der spezifischen Fachkompetenz, also im eigenen Thema gut und „up to date“ zu sein, spielen heute Veränderungsbereitschaft, Kommunikationsfähigkeit und vernetztes Denken, aber auch die eigene Lernkompetenz, d.h. selbständig erkennen, dass und welches Wissen oder Skillset fehlt und das schnelle Aneignen neuer Dinge, eine immer größere Rolle. Und ich sollte heute unbedingt in der Lage sein, mich sicher in der digitalen Welt zu bewegen.

Was macht einen Lebenslauf interessant?

Ich persönlich mag Lebensläufe, die vielleicht nicht ganz „aalglatt“ sind, die meine Neugier wecken und vielleicht auch die ein oder andere Frage aufwerfen, welche ich gerne im persönlichen Gespräch vertiefen möchte.

Und worauf sollte man beim Bewerbungsschreiben achten?

Abschreiben aus Ratgebern (Print oder Online) und eine Bewerbung, die nicht erkennen lässt, dass sich der Kandidat wirklich Gedanken über seine ganz persönliche Motivation gemacht hat, sind in der Regel nicht erfolgreich. Außerdem schrecken Unübersichtlichkeit und fehlende Stringenz im Aufbau sowie Rechtschreibungs- und Grammatikfehler ab. Absolute No-Gos sind natürlich klassische Copy & Paste-Fehler wie das Nennen der falschen Firma und Ansprechpartner und grundlos unvollständige Unterlagen. Am besten schläft man vor dem Abschicken eine Nacht drüber und schaut am nächsten Tag nochmals mit frischem Blick auf die Bewerbung.

Herzlichen Dank an Mirja Lena Brosche für ihre Zeit und die hilfreichen Tipps.

Mirja Lena Brosche

Foto: privat